Mein Leben mit Diabetes
Ich bin seit 2001 an Diabetes erkrankt. In den ersten 8 Wochen hat meine damalige Hausärztin mit aller Macht versucht, mich auf Tabletten ein zu stellen. Vergebliche Mühe … denn meine Werte lagen schon fern der 600 mg/dl. Täglich wurde mein Gesundheitszustand dramatischer, bis ich kaum noch in der Lage war die täglichen Aufgaben wahrzunehmen.
Ich entschloss mich zu einem Diabetologen zu gehen, was zu dieser Zeit schon schwierig war. Da Diabetes eine Volkskrankheit ist die immer mehr zu nimmt, sind die Ärzte völlig überlastet.
Doch ich hatte Glück, denn als ich dort meine Werte vorlegte, wurde ich zur sofortigen Behandlung in die Tagesklinik eingewiesen. Dort wurde ich dann auf “Spritzen” eingestellt, nachdem meine Zuckerwerte auf einen normalen Stand gesenkt worden waren.
In meinem Kopf liefen unbeschreibliche Szenen ab, da ich ja noch sehr viele Bilder meiner Oma in Erinnerung hatte, die ja auch an Diabetes erkrankt war und viele Jahre spritzen musste. Nun hänge ich also an der Nadel wie ein Junkie und das erschreckte mich bis ins tiefste meiner Seele. Von diesem Zeitpunkt an, bin ich immer wieder an meine nicht nur körperlichen Grenzen gestoßen. Was mich am Schlimmsten getroffen hat ist, dass ich meinen Traumberuf für den ich so lange und hart kämpfen musste, nicht mehr ausüben durfte. Ich fiel in ein seelisches Tief und sah irgendwie keinen Ausweg mehr. Ich rappelte mich zwar immer wieder irgendwie ein bisschen auf, aber einen richtigen Ausgang fand ich nicht.
2006 entschloss ich mich mein Leben komplett zu ändern, nachdem mir meine Hausärztin sagte, dass ich mir wohl bald die Möhren von unten ansehen kann, wenn ich nicht etwas ändere. Gesagt, getan … Job an den Nagel gehängt, Stadt gewechselt und neues Leben angefangen.
Februar 2009 Operation zur Heilung des Diabetes Typ 2. Die Zuckerwerte haben sich zwar wesentlich gebessert und viele Medikamente brauche ich nicht mehr nehmen, doch ganz weg ist der Zucker leider nicht. Im November 2009 wurde bei einer Nachuntersuchung von der behandelnden Ärztin dann ein Test gemacht, der überprüfen sollte, ob ich tatsächlich Typ 2 Diabetiker bin.
Der Test ergab, ich bin kein Typ 2 Diabetiker, sondern ein versteckter Typ 1 … auch LADA genannt.
Für mich bedeutet das nun, dass ich leider niemals von der Spritze weg komme. Doch ein Gutes hat die ganze Sache … ich habe meinen Insulinkonsum drastisch einschränken können und nehme auch sonst kaum noch Medikamente in dem Ausmaß wie vor meiner Operation.







Samstag, 30. Januar 2010 22:25
Auch wenn es für dich immer noch nicht einfach ist – du bist den richtigen Weg gegangen.
LG Petra
Sonntag, 31. Januar 2010 10:27
Ich denke auch, dass es sich auf jeden Fall trotzdem für mich gelohnt hat. Auch wenn das Ergebnis nicht das selbe ist. Ich bin aber dankbar das ich eine solche Chance bekommen habe.
LG Brita